„Du sollst dir kein Bild machen, kein Abbild dessen, was im Himmel droben und was auf Erden hierunten und was im Wasser unter der Erde. Du sollst dich nicht niederwerfen vor ihnen und ihnen nicht dienen …“ (2. Buch Mose)

Im 2. Buch Mose heißt es: „Du sollst dir kein Bild machen…“ Was hat es also im Judentum mit dem Bilderverbot auf sich? Ich habe mal ein bisschen nachgefragt, und bin auf einen Artikel in der „Jüdischen Allgemeinen“ gestoßen, aus dem ich hier mal frech zitiere. Machen doch viele inzwischen. Künstler meine ich, oder? Man höre nur mal Helene Fischer und Florian Silbereisen mit „Schau mal herein“ von Bernd Clüver & Marion März, Suzi Quatro & Chris Norman (Stumblin‘ In…), Wendler & Wendler, Ireen Sheer & Bernhard Brinkmann… Auch egal
Aber „Schau mal herein…“ ist schon ein guter Anfang. Es gibt offenbar ziemlich unterschiedliche Auffassungen darüber, was im Detail an Bildern verboten ist. Etwa ob es nur um die Herstellung von Abbildern „G’ttes“ geht. Oder, ob auch die Abbildung des Menschen verboten ist, der laut der Tora ja schließlich im Angesicht „G’ttes“ geschaffen wurde. Die Schreibweise von „G’tt“ ist übrigens die gängige Bezeichnung, die auch in der „Jüdischen Allgemeinen“ für Ihn üblich ist, weil offenbar nicht nur das mit dem Bild nicht geht, sondern auch das mit dem Namen. Nun gut, hätte es vor viertausend Jahren schon Instagram gegeben würde es heute wohl G#tt heißen. War aber nicht.
Da aber die jüdischen Rabbiner und Mitbürger gerne auch lustig sind, gibt es natürlich auch einen Witz dazu: Eine Lehrerin fragt ihre sechsjährige Schülerin im Kunstunterricht, was sie denn gerade malen würde. „Ich male G’tt“, antwortet das Mädchen, worauf die Lehrerin in Panik gerät: „Das ist unmöglich! Niemand weiß, wie G’tt aussieht.“ Woraufhin das Mädchen sagt: „In fünf Minuten wissen wir es!“
Also um gleich einmal vorzubeugen. Ich habe Ihn nicht fotografiert. Nichtmal getroffen. Obwohl, ich war nahe dran. Es ist sogar, ehrlich gesagt, ziemlich aufreibend, Menschen hier zu fotografieren. Man muss schon fragen. Aber sollte das man nicht überall auf der Welt? Auch ohne europäische Datenschutz-Grundverordnung? Israel zählt nicht zu Europa? Na ja, beim Eurovison Song Contest schon. Warum auch immer. Aber das ist ein anderes Thema.
Zurück zum Foto: Ein Nicken genügt in der Regel. Aber Israelis sind da sehr gelassen. Im Gegensatz zu Mitbürgern in Deutschland, danke Datenschutz-Grundverordnung. Heute möchte ich für meinen Blog einfach ein paar Bilder aus den letzten Wochen auswählen, um Jerusalem, Bethlehem oder auch Tel Aviv zu zeigen. Denn man muss sich schon ein Bild machen. Gerade im Osten Deutschlands weiß man, dass Weltanschauung auch von Welt anschauen kommt. Auch, wenn das heute manche vergessen haben… Außerdem habe ich ja hier schon berichtet, dass ich für einen Geburtstag und für die Wahl kurz zurückgekommen bin. Wir haben die Wahl. Das sollte es wert sein. Am Montagmorgen, also in zwölf Stunden, fliege ich zurück.
Los gehts! Schau mal herein…













Uwe schrieb mir diesen Kommentar. Ich finde ihn wichtig:
Zum Begriff“ „G’tt“ mein Begriff:
„Der Zaun um die umzäunte Einzäunung“:
Kleiner Hebräisch Kurs für Flugstunden
יהוה – JHVH
Wissen wohl nur noch evtl. KOHANIM – Priester in der Abstammung Aarons – wie es ausgesprochen wird.
Im gebet wird statt dessen ADONAI gesagt für HERR, wie Luther es an der Stelle im AT wiedergibt. Nicht „Herr“, das wäre „Adon(i)“, also z. B. Adon Koslik.
Die Vokalisation von Adonai wurde dann in die Konsonanntenschrift der Bibel unter die vier Buchstaben von יהוה gelegt, daher kam dann in der Genfer Übersetzung das Kunstwort „Jehovah“.
Aufgrund des Gebotes „Du wirst den Namen …. nicht mißbrauchen“ wurde im ersten Schritt Adonai daraus im Gebet, aber beim Sprechen über IHN wurde auch dieser Begriff nicht benutzt, sondern nur noch von „der Name“
Gesagt: HaSchem.
Da im Deutschen das Wort Gott aus vier buchstbesteht, konnten die Orthodoxen eine gute Entsprechung herleiten mit dem Dir bekannten G’TT, was eigentlich die richtige Entsprechung mit Großbuchstaben wäre.
Zu guter Letzt: der Begriff Gott ist nordisch und und bezeichnet einen „Jungen Mann“, der biblische EWIGE ist aber der Alte, somit müsste das Juden- und Christentum im deutschen Sprachraum eigentlich einen anderen Begriff finden
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Wahnsinn, die Mehrzahl der Fotos ist nicht schräg fotografiert. Max, du entwickelst dich. Und bist jetzt wahrscheinlich schon wieder in der Luft gen Süden.
Bleib gesund und halte die Tinte flüssig. Gruß, Peter
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